BHBVT - Architekten
Brandenburgisches Landesmuseum für Moderne Kunst

Frankfurt (Oder) 2022

Bauherr Stadt Frankfurt (Oder)
Wettbeweb 1.Preis
NUF 3.000
BGF 6.015

Der Entwurf setzt eine behutsame, denkmalgerechte Erneuerung des Bestandsgebäudes an der Heilbronner Straße um und schafft gleichzeitig eine deutlich sichtbare Intervention durch einen Anbau. Dies gelingt durch ein präzise an den Altbau angelegtes Volumen, das zwar im rückwärtigen Bereich positioniert wird, jedoch durch seine kräftige rote Farbe auch von der Heilbronner Straße aus wahrnehmbar ist. Das Volumen korreliert mit seiner Radikalität und Abstraktion der zukünftigen Nutzung als Museum für moderne Kunst. Alt und Neu werden zu einer stimulierenden und kraftvollen Symbiose vereint.

Ziel ist es, einen effizienten Einsatz der vorhandenen Mittel vorzunehmen. Das heißt, die Umbaumaßnahmen im Bestandsgebäude werden auf das nötigste begrenzt, die Raumstruktur wird weitgehend beibehalten. Im Erweiterungsbau werden die Räume mit hohen klimatischen Anforderungen untergebracht, wodurch ideale räumliche und baukonstruktive Voraussetzungen geschaffen werden können, sowie eine optimale Positionierung der Haustechnik mit kurzen Leitungswegen. Zwischen alt und neu wird ein glasgedeckter Lichthof gesetzt, der Orientierung gibt und das zukünftige Ensemble erlebbar macht.

 

 

 

 

 

 

 

Die Besucher werden beim Durchschreiten eine klare Unterscheidung zwischen alt und neu treffen können: der Erweiterungsbau enthält im öffentlichen Bereich ausschließlich Ausstellungsräume, das Bestandsgebäude alle Service-, Bewegungs- und Begegnungsflächen. Der Saal wird auf seine ursprüngliche Größe gebracht und zum kommunikativen Zentrum des neuen Museums. Eine in den Saal eingestellte rote Sitztreppe unterstützt die vielfältigsten Nutzungen des Saals: Vorträge, Workshops, Performances, Kunstfestivals und Kinovorstellungen werden den gesellschaftlichen Diskurs und die kulturelle Teilhabe in Frankfurt (Oder) und in Brandenburg nachhaltig bereichern.