BHBVT - Architekten
Johann-Sebastian-Bach-Saal im Schloss Köthen

Köthen 2009

bauherr Stiftung Schlösser und Dome Sachsen-Anhalt
wettbewerb 1. Preis
hnf 1.792 qm
bgf 3.050 qm
gesamtkosten 9,3 Mio. €

In die nur noch als Ruine erhaltene Reithalle des Marstalls des Schlosses Köthen wurde ein hochwertiger Konzertsaal eingefügt. Die notwendigen Nebenräume und Foyerflächen sind in den angrenzenden Remisengebäuden angeordnet. Der Konzertsaal soll einen angemessenen Ort für die Konzerte im Rahmen der Bach-Festtage bilden und weit über die Grenzen von Köthen Anziehungskraft ausstrahlen. Grundlage des Entwurfes ist die Wahrung und Sicherung der denkmalgeschützten Reithalle. Der neue Klangkörper setzt sich respektvoll und gleichzeitig selbstbewusst zwischen die alten Ruinenmauern. Die neue rhythmisch gegliederte Fassade des Baukörpers wird aus der vorhandenen Pfeilerordnung entwickelt. Durch die einheitliche Farbfassung von Neubau und Bestand wächst das Gebäude zu einem Ganzen zusammen, das dennoch in seinen Teilen ablesbar bleibt. Im Inneren wird die Schichtung aus alten Bestandsmauern und einbeschriebenem hölzernen Konzertsaal durch die lamellenartige Verkleidung erlebbar.  Die verschiedenen Zeitschichten werden ablesbar und bilden in der Überlagerung ein neues einzigartiges Raumerlebnis.

Foto 1-9: Werner Huthmacher
Foto 10: Wilfried Dechau